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Zittersieg im Derby gegen Bredstedt

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff stürmten die HSG-Spieler auf Henning Döhring zu um sich für den Sieg zu bedanken. Mit seiner Parade Sekunden vor dem Ende bewahrte er sein Team vor einem Punktverlust.

Mit 26:25 (12:12) hatten die Treenehandballer wie schon im Hinspiel denkbar knapp die Nase vorn. Coach Jan Weide war trotz des Sieges sehr verärgert über den Auftritt seiner Mannschaft. „Fehler über Fehler im Angriff, schlafmützig in der Deckung, das war eine blutleere Vorstellung ohne Einstellung“.

Es war ausgesprochen schmale Handballkost, die in der Treenehalle geboten wurde. Die „Wölfe“ erarbeiteten sich zunächst zwar die Führung (7:4/11.), aber im Angriff präsentierte man sich insgesamt fahrig und drucklos. „Wir haben ohne Tempo und Druck gespielt und sind dann auch noch fahrlässig mit unseren Chancen umgegangen“, beschrieb Weide das Spiel seiner Mannschaft. Unter anderem wurden gleich die ersten 4 Strafwürfe allesamt kläglich vergeben. In der Deckung mangelte es zunächst an der Abstimmung, Lennart Carstens und Jason Hein wurden hier schmerzlich vermisst. So kam Bredstedt schnell wieder heran, ohne dabei selbst überzeugend zu wirken. „Wir hatten Glück, das Bredstedt genauso fehlerhaft agierte wie wir, sonst hätten wir zur Pause schon deutlich hinten gelegen“.

Im zweiten Abschnitt schien das Weide-Team die Partie endlich in den Griff zu bekommen. Vor allem Lasse Worm und Kim Petersen waren hauptverantwortlich für das 24:19 (51.), doch die weiter hohe Fehlerquote der Wölfe nutzte der Gast in der Schlussphase konsequenter. Gegen die nun wieder zunehmend konzeptloser agierenden Hausherren schaffte Bredstedt 20 Sekunden vor dem Abpfiff den Anschluss und vergab dann die große Chance, zumindest einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen.

„Das einzig Positive sind die zwei Zähler, die wir glücklich eingefahren haben. Mit einer solchen Vorstellung werden wir in Sieverstedt keine Chance haben“, erwartet Weide für das Derby am kommenden Freitag eine deutliche Leistungssteigerung von seinem Team.

HSG: Rafael Kretschmer, Henning Döhring – Timon Schmidt (1), Timon Stockhaus (2), Lasse Worm (6), Felix Cardel (7/1), Kim Petersen (4), Matthias von Petersson, Tristan Schrödter (1), Tobias Otto, Timo Bülk (3), Mats Brogmus, Morten Boelk (2), Thore Erichsen

BTSV: Alexander Görtzen, Lasse Hansen – Marc Görtzen, Johannes Lassen (2), Oliver Petersen, Benjamin Haas (2), Rune Jordans, Christopher Kinsky, Steffen Kotzan (4), Thies Petersen (2), Melf Voigt (5/1), Lasse Sörensen (5), Blaik Jordans (5), Mattes Paulsen

SR: Schröder/Siebels (SG FleHa)    Zeitstrafen: 3/1  7-M: 5/2       Z: 100