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Landesliga Nord: HSG steht nach zwei Pleiten auf einem Abstiegsplatz

Für die S-H-Ligareserve der „Wölfe“ gab es in den letzten Partien zwei bittere und vor allem vermeidbare Niederlagen. Vor allem das 21:23 (7:9) beim Mitaufsteiger RW Niebüll schmerzt.

Trainer Mario Kretschmer war entsprechend enttäuscht über das Auftreten seines Teams. „Bei uns mangelt es im Angriff an der Passqualität. Wir produzieren Fehler am Fließband und machen den Gegner damit stark. Das größte Problem ist allerdings die fehlende Wettkampfhärte. Immer wieder gelingt es dem Gegner, unserem Angriff den Schneid abzukaufen. Wenn wir diese Dinge nicht schnellstens abstellen, haben wir in der Liga nichts zu suchen.“

Dabei schien das Team gegen Alt Duvenstedt auf dem richtigen Weg. Schnell führte man 6:3, versäumte es dann aber, den Vorsprung auszubauen. Vielmehr gab es Fehlwürfe und Fehlpässe zu Hauf, die zu insgesamt 40 Ballverlusten führten. Alt Duvenstedt setzte sich zunächst ab, ehe die HSG den Rückstand auf 3 Tore verkürzen konnte (20:23/46.). Zu diesem Zeitpunkt wäre eine Wende möglich gewesen, allerdings verfiel das Kretschmer-Team in der Schlussphase in die alten Muster und musste sich letztlich verdient mit 26:29 (10:15) geschlagen geben.

Bei RW Niebüll wollte die HSG wieder die Kurve kriegen, ein Umstand der an der kompakten Deckung der Hausherren förmlich zerschellte. Dabei gingen die Nordfriesen oft über das erlaubte Maß hinaus, was von den vor allem nach der Pause überforderten Schiedsrichtergespann toleriert wurde. In einer niveaulosen Partie gelang es der HSG nur selten, die bissige Niebüller Deckung zu knacken. Zu Ängstlich und drucklos agierte man in den Angriffsaktionen und verzeichnete auch in diesem Spiel wieder zahlreiche Ballverluste. Dass die Partie immer eng blieb zeigt, dass auch die Hausherren an diesem Tag große Mühe hatte, ein effektives Angriffsspiel aufzuziehen. Bis zum 12:12 blieb es ein enges Spiel, dann musste Tarps bester Torschütze, Florian Schmidt, nach einem erneuten Foulspiel mit einer Kopfverletzung die Platte für einige Minuten verlassen musste. Niebüll nutzte das um auf 16:12 davon zu ziehen. Erst als Schmidt wieder ins Spiel eingreifen konnte, kam die HSG noch einmal heran, mit Glück und Geschick brachten die Hausherren den letztlich verdienten Erfolg aber unter Dach und Fach.

HSG II – Alt Duv.: Maik Weinbach, Brian Schiewer – Finn Hansen (7/1), Momme Schulte Steinberg, Finn Sommer (2), Tobias Labus (1), Florian Schmidt (6), Jan Philp Thomas (3), Tim Berggreen (2), Nico Matzhöfer (1), Daniel Elsner, Jan Vogeler (1), Lasse Ramm (3)

Niebüll - HSG II: Maik Weinbach, Brian Schiewer – Momme Schulte Steinberg, Finn Sommer, Tobias Labus (3/2), Florian Schmidt (9), Björn Bendixen (2), Jannik Prädel (1), Tim Berggreen (3), Leroy Lorenzen (2), Daniel Elsner, Jan Vogeler, Lasse Ramm, Morten Boelk (1)