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Emotionsgeladenes Derby endet mit Punkteteilung

Es war ein temporeiches und hochspannendes Derby vor stimmungsvoller Kulisse mit einem Ausgang, den beide Trainer mit einem lachenden und einem weinenden Auge bewerteten. 31:31 (12:17) endete die Partie vor über 400 Zuschauern.

„Betrachtet man den gesamten Spielverlauf können wir mit dem Remis leben. Wenn man allerdings nach einer Aufholjagd 50 Sekunden vor dem Ende 2 Tore Vorsprung hat sollte man den nicht mehr aus der Hand geben“, analysierte Wölfe Coach Jan Weide. Sein Kollege Dirk Hasenpusch trauerte den vergebenen Möglichkeiten der ersten Hälfte nach. „Zur Pause müssen wir eigentlich mit 10 Toren führen. Das wir am Ende einen klaren Vorsprung noch abgegeben haben ist ärgerlich. Insofern müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein“. Der Aufsteiger legte los wie die Feuerwehr, nutzte die zahlreichen Fehler der Wölfe gnadenlos aus und führte zwischenzeitlich mit 8 Toren (14:6/20. Min.). „Im Angriff haben wir die gleichen Fehler gemacht wie in den letzten Wochen. Zudem hat die Deckung auch nicht wie gewohnt funktioniert. Das Fehlen von Lennart Carstens hat sich da bemerkbar gemacht“, kommentierte Jan Weide. Neben den Kontertoren machte der Wölfe-Abwehr das Spiel über den Kreis zu schaffen.

Auch nach dem Seitenwechsel liefen die Wölfe lange einem klaren Rückstand hinterher. Erst als der Jan Weide seine Deckungsformation auf 5:1 umstellte, kam der Umschwung. Der Spielfluss der Gäste geriet nun gehörig ins Stocken und die Fehlerquote auf Seiten des Aufsteigers stieg deutlich an. „Wir haben gegen die Abwehrumstellung der Wölfe zu oft die falschen Entscheidungen getroffen oder den technischen Fehler gemacht. Das wurde prompt bestraft,“ merkte Sieverstedts Trainer Dirk Hasenpusch an. Die Treenehandballer holten Tor um Tor auf und schafften mit einem Doppelschlag von Mats Brogmus die 31:29 Führung. „Der Sieverstedter Gegentreffer kam dann zu schnell, da haben wir in der Deckung einfach geschlafen,“ ärgerte sich Jan Weide. So kam es dann wie es kommen musste: Im letzten Angriff der Wölfe blieb der Pfiff nach einem klaren Foulspiel aus und im Gegenzug konnte Felix Cardel den flinken Justus Holthusen nur mit einem Foul stoppen. Den fälligen Strafwurf verwandelte Timon Ramaker zum letztlich verdienten Unentschieden.  Trotz der etwas unterschiedlichen Sichtweisen waren sich beide Trainer einig. „Das Ergebnis geht in Ordnung. Es war insgesamt ein sehr gutes Spiel vor einer imposanten Kulisse. Trotz allen kämpferischen Einsatzes auf beiden Seiten blieb es jederzeit eine sehr faire Partie.“

HSG: Rafael Kretschmer, Henning Döhring – Timon Stockhaus (2), Lasse Worm (3), Jason Hein (2), Felix Cardel (9/2), Kim Petersen (1), Matthias von Petersson, Tristan Schrödter, Timo Bülk (5), Rune Bandemer (2), Mats Brogmus (2/1), Morten Boelk (2), Thore Erichsen (3)

Sieverstedt: Finn Erichsen, Bjarne Lassen – Timo Eggers (2), Mads Hilgenstöhler, Daniel Thomsen (1), Timon Ramaker (5/5), Lennard Dahlhoff (5), Tjark-Ole Busch (2), Christian Hasenpusch (2), Justus Holthusen (5), Jonas Helmke, Maximilian Peters (4), Christopher Preuß, Fynn Schoor (5)

SR: Greuel/Riepold (TSV Kronshagen)    Zeitstrafen: 3/2   7-M: 3/9   Disq.: Cardel (HSG/60. Min.)              Z: 400